Mittwoch, 25. September 2019

Zur Voisthaler Hütte mit Hund

Der Weg führt durch eine traumhaft alpine Landschaft nach Oben

Wir haben den freien Tag genutzt und uns in die Berge verabschiedet. Der Husky war dieses Mal auch dabei, denn unser Weg führte dieses Mal zur Voisthaler - Hütte und war mit Hund kein Problem. Den Hund bei Wanderungen dabei zu haben, ist oftmals nicht so einfach, da man bei manchen Wanderungen Kuhwiesen passieren muss und einem auch andere Wildtiere begegnen können. Vielerorts darf die Fellnase sowieso nur angeleint als Wanderbegleiter mitgenommen werden. Bei unserer heutigen Wanderung war dies aber fast die ganze Strecke über ohne Leine möglich.


Duftende Wiesen begleiten uns auf unserem Weg - der Herbst ist da!

Wir starten den Weg in Dullwitz, wo es übrigens auch einen kleinen Parkplatz gibt wo man das Auto bis zur Rückkehr abstellen kann. Ich habe versucht den Startpunkt in der Karte einzuzeichnen, es ist dieser lange schwarze Strich. Am besten orientiert man sich indem man einfach Dullwitz ins Navi eingibt und sobald man in dem kleinen Kuhdorf angekommen ist, fährt man bei einer großen Wandertafel vorbei einen kleinen Pfad entlang, der direkt neben einer Kuhwiese entlang führt, bis zum Wald und parkt dort das Auto. Beim Parkplatz findet man auch die Beschilderung, die einem sagt, wie weit die Hütte entfernt ist und ob sie offen oder geschlossen hat.

Into the wild :)))

Ab der Beschilderung führt die Wanderung über eine Schotterstraße und ist mühelos zu bewältigen. Man geht quasi fast 2 Stunden flach und kann die schöne Landschaft genießen und mit seinen Wanderpartnern quatschen. Dies ist übrigens auch der Teil, wo ich meinen Hund angeleint ließ, da uns immer wieder Weideflächen (mit Elektrozaun eingezäunt) entlang des Weges begegneten. Nach etwa 2h biegt man dann in den Bösen Wald (ja, der heißt tatsächlich so) ein und die Wanderung wird etwas anspruchsvoller.

Ohne Leine unterwegs durch Wald und Berglandschaft

Ab nun geht es bergauf und die Tour wird steiniger - dies soll bis zur Ankunft auf der Hütte so bleiben. Ich würde diese Wanderung als mittelschwer einstufen, wobei der erste Part wie oben beschrieben zackig zu bewältigen ist. Allerdings sollte man fit und trittsicher sein, dies gilt auch für den Hund. Außerdem empfehle ich die Wanderung nur bei Schönwetter anzutreten, da es auch bei trockener Witterung schnell passieren kann, dass man ausrutscht.  Sobald man also den Wald erreicht hat, geht es über Geröll Richtung Bergspitze.



Es dauert nun nicht lange bis man die Baumgrenze überschreitet und rundherum wird die Landschaft immer alpiner. Man merkt auch schon beim Gehen, dass es steil nach Oben geht. Der eigentliche "Bergweg" beginnt so richtig erst  sobald man die Florlhütte erreicht und hinter sich gelassen hat. Leider ist die Florhütte in Privatbesitz und man kann sich hier nicht erfrischen, also muss man sich ein anderes Plätzchen für die Jause suchen. Schöne Platzerl gibt es auf der Tour aber reichlich.


Nach einer kleinen Rast kämpfen wir uns also weiter nach Oben über das enge und sehr steile Voisthalergassl zur Voisthalerhütte. Wasser gibt es auf dem Weg übrigens nicht, weshalb es ratsam ist die Tour nur im Herbst und Winter zu machen und genügend Wasser im Schlepptau zu haben. Die Mühe für den steilen Anstieg zur Hütte wird mit einem prachtvollen Anblick auf steile Felswände und nebelverhangene Bergspitzen belohnt. Irgendwann erreicht man dann den Höllsattel und stößt auf das Franzosenkreuz. Von dort ist es nicht mehr weit, allerdings ist das noch kommende Stückchen auch das forderndste der ganzen Wanderung.


in my eyes only a free soul is a happy one ...

Auf dem letzten Drittel treffen wir auf Steinböcke, die hier ein paradiesisches Leben führen müssen. Kurz bevor wir sie erblicken, finden wir Kotspuren und ich leine meinen Hund sicherheitshalber an. Obwohl mein Hund drei verschiedene Rückrufe kennt, will ich nichts riskieren und auch das Wild soll sich nicht bedroht fühlen. In dieser hohen Ebene leben diese schon recht selten vorkommenden Tiere zum Glück noch und das bisschen Lebensraum, das ihnen noch geblieben ist, soll respektiert werden. Bis zur Hütte bleibt also mein Hund deswegen auch angeleint.



Ab hier sprechen wir nur noch wenig, trinken immer wieder Wasser und versuchen nur noch die Hütte zu erreichen. Der letzte Teil ist wirklich nicht ohne.



Meine Wanderpartnerin muss bis zur Ankunft auf der Hütte immer wieder mal pausieren. Wer nicht so oft wandern geht und auch sonst kein sportlicher Typ ist, der wird an seine Grenzen stoßen. Umso schöner ist dafür der Moment wenn man endlich oben ankommt und die schöne Voisthaler Hütte betritt. Zur Zeit wird sie von einer jungen Frau geführt, die lecker vegane Linsensuppe auftischt und für ein Schwätzchen zu haben ist. Sympathisch erzählt sie uns, dass sie bereits seit einem halben Jahr hier oben lebt und arbeitet und die Ruhe und Aussicht genießt. Auch warnt sie uns davor am Wochenende hinzukommen, da es da schon recht voll wird.

Fazit:

Insgesamt lohnt sich diese Wanderung schon allein wegen der bezaubernden Landschaft und den Steinböcken, die man trifft. Wer noch nie so ein Tier gesehen hat, wird staunen wie majestätisch sie auf den ersten Blick scheinen. Für den pelzigen Begleiter ist es toll, weil der großteils ohne Leine laufen kann. (Bitte nur ohne Leine laufen lassen, wenn der Hund gut erzogen ist und auf Kommando hört!!!!) Wasserstellen gibt es leider nicht und für Mensch und Tier ist diese Wanderung am besten im Herbst oder Winter geeignet, ansonsten kann es schon recht heiß werden. Die Hütte bietet übrigens auch Übernachtungsmöglichkeiten an und gehört dem österreichischen Alpenverein an. 

Kommentare:

  1. danke für die wundervollen Eindrücke in eurer tollen Tour, zauberhaft ausdrucksstarke Bilder in die man sich hineinfallen lassen kann auch ohne selbst mitgewandert zu sein...
    herzlichst angelface

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    1. oooh dankeschön :))) das freut uns ^^ mich und den Husky ! Lg zurück

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