Montag, 21. Mai 2018

Peter Pan

Servus,

hier ist es in letzter Zeit etwas ruhiger geworden, das hat aber gleichzeitig mehrere Gründe. Momentan bin ich dabei mein Studium abzuschließen und seit April habe ich mich auch um einen Husky-Welpen zu kümmern, der leider aus einer nicht artgerechten Haltung stammt und viel Aufmerksamkeit und Erziehung braucht. Ich hoffe, dass meine Süße Latikka bald bei mir einziehen kann, drückt mir die Daumen! Ich lieb sie sehr !! Viel Zeit zum Lesen blieb mir in letzter Zeit leider nicht. Außer Studienlektüre las ich viele Gedichtbände und ein paar kurze Krimis, die ich hier wahrscheinlich nicht vorstellen werde. Darüber hinaus blieb auch noch etwas Zeit, um die Geschichte von Peter Pan erneut zu lesen. Es muss Jahre her sein, als Kind liebte ich die Geschichte vom kleinen Jungen, der einfach nicht erwachsen werden wollte. 


Wir alle kennen den Inhalt mehr oder weniger. Irgendwann werden Kinder erwachsen - alle, außer Peter Pan. Ein Junge, der als Kind von zu Hause fortlief und seither auf der Insel Nimmerland lebt und zahlreiche Abenteuer widerfährt. Zusammen mit anderen verlorenen Jungen sehnt er sich aber heimlich nach einer Mutter und als er eines Abends auf Wendy und ihre Brüder trifft, ändert sich Peters Leben dann schlagartig und die Geschichte beginnt.   

When the first baby laughed for the first time, its laugh broke into a thousand pieces, and they all went skipping about, and that was the beginning of fairies. 

Peter Pan war immer eines meiner liebsten Märchen. Genau wie Peter Pan wollte ich für immer Kind bleiben und Abenteuer erleben, spielen und Schabernack treiben. Der rastlose Geist ist mir geblieben, aber heute, wo ich selbst doch erwachsen geworden bin, sehe ich die Geschichte dann doch reflektierter und die kritische Sichtweise, die ich mit Anfang 30 habe, erlaubt es nicht, die Geschichte wie früher zu lesen. 

Für ein Kinderbuch ist Peter Pan eigentlich recht düster, da aber Kinder nicht so reflektiert denken, wie Erwachsene konzentriert sich ihre Wahrnehmung der erzählten Welt auf andere Dinge als bei uns. Während dem Lesen hatte ich dann doch mehr Mitleid mit den Eltern, die voller Sorgen zu Hause sitzen mussten, während ihre Kinder einfach so aus dem Fenster flogen und sich auf und davon machten und ihre Eltern vergaßen. Peter Pan hat viele grausame Züge, verhält sich egoistisch und naiv, vergisst alles und stürzt sich ohne Nachzudenken in jedes Abenteuer (to die will be an awfully big adventure). Als er Wendy und ihre Brüder in sein Reich holt, konzentriert er sich primär auf Wendy und ihm ist dabei völlig egal, wie sie sich fühlt. 

 Peter Pan ist in Wirklichkeit ein einsames Kind, das gegen Piraten kämpft und wenn es einmal aussichtslos wird, sieht er sogar im Sterben das Abenteuer. Sterben tut er natürlich nicht, aber diese Todessehnsucht, wie sie auch bei anderen berühmten alterslosen Figuren zu finden ist, ist auch Peter Pan nicht fremd. Vergleichen wir dazu beispielsweise Dorian Gray. 


Zu Peter Pan gibt es ganz unterschiedliche Interpretationsansichten, James Matthew Barrie hat aber einmal offenbart, dass er in seinem Werk die Geschichte von verlassenen Kindern aufarbeitet und in Wirklichkeit handelt es sich bei den auf Nimmerland lebenden Jungen um sogenannte "Lost Boys", deren Anführer Peter Pan ist. Trotz der kritischen Aspekte, die die Erzählung innehat, liest sich das Buch flüssig und ist voller Abenteuer. Es lässt einen die Realität für eine kurze Dauer ausblenden und natürlich macht es Spaß mit Peter Pan durch die Gegend zu fliegen und zumindest fiktiv Schabernack  zu treiben für den es keine echten Konsequenzen gibt. Und auch wenn ich das Buch nun nicht mehr so lesen kann wie früher, mir bleibt immerhin der Vergleich und das möchte man nicht missen. Lest es Euren Kindern auf jeden Fall vor!

★ verschlungen!

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