Freitag, 3. November 2017

Gobbolino - Hexenkater haben es schwer


Die Figur der Hexe in der Literatur hat eine sehr lange Geschichte. Von Klassikern über Kinderbüchern bis hin zu Fantasieromanen - Hexen sind überall vertreten. Und so unterschiedlich die Gestaltung dann ausfällt, so unterschiedlich ist die Lektüre letztendlich. Hexen können gut, böse oder erotisch sein. Schon als Kind las ich sehr gerne Geschichten über sie. Das Buch Gobbolino - Hexenkater haben es schwer ist ein echter Klassiker unter den Kinderbüchern, ich hab es eigentlich gar nicht gekannt und dann  auch nur wegen des Themas lesen wollen. Hexen und Katzen mag ich beides sehr und irgendwie geben diese zwei Wesen ein gar perfektes Paar für mich ab. Das Buch gibts auch noch nicht so lange auf Deutsch, für Kinder der 80er-Jahre war es zumindest noch nicht  ins Deutsche übersetzt erhältlich.

Ich fand die Geschichte total süß und einfach zu lesen. Das Buch eignet sich als kurzweilige Entspannungslektüre und bleibt unterhaltsam bis zum Schluss. Der Protagonist ist wie der Titel schon verrät ein Kater namens Gobbolino, der in einer düsteren Hexenhöhle auf die Welt kommt und als Sohn eines großen Hexenmeisters in die Fußstapfen seiner Vorfahren treten soll. Gobbolino hingegen möchte aber gar nicht zum Hexer ausgebildet werden, viel lieber läge er in einer heimeligen Küche und deswegen sehnt er sich nach einem Leben als Küchenkatze, die Mäuse fängt und den Tag damit zubringt sich mit alle möglichen Leckereien vollzustopfen und von kleinen Kindern gestreichelt zu werden. So entflieht Gobbolino seinem bevorstehenden Schicksal und macht sich auf in die Welt und erlebt so manche Abenteuer. Er findet Unterschlupft in einem Waisenhaus, landet auf dem Bauernhof oder verirrt sich in die Paläste von Prinzessinnen und sogar das weite Meer ist vor ihm nicht sicher. Er trifft auf viele Zeitgenossen, die so mit ihren eigenen Problemen zu kämpfen haben und Gobbolino versucht ihnen ja eigentlich nur zu helfen, denn Bösartiges hat der schwarze Kater mit den blauen Augen nie im Sinn, dennoch macht ihm seine Hexenkraft hin und wieder einen Strich durch die Rechnung und vieles endet im Chaos. So begleitet man ihn als Leser und hofft auf ein passendes Zuhause an dem seine Träume Erfüllung finden und ein Happy End. Ob es dieses dann letztendlich wirklich gibt, liest man am besten selber nach.

Die Geschichte ist sehr stimmungsvoll erzählt, Gobbolino wächst einem direkt ans Herz und der flüssige Schreibstil der Autorin lässt einen das Buch nicht mehr so leicht aus der Hand legen. Durch die vielen Wendungen in der Geschichte bleibt die Erzählung spannend und mehrere kleine Illustrationen sorgen für Auflockerung beim Lesen. Da ich das Buch auf Englisch gelesen habe, kann ich nur empfehlen es auch im Original zu lesen, da es sehr einfach geschrieben ist und manche Wortspielereien wahrscheinlich so im Deutschen gar nicht umsetzbar sind. Gruselig ist die Lektüre übrigens auch in keinster Weise, sondern eher was zum Schmunzeln und ich bin mir sicher, dass auch Kinder mit diesem Buch ihren Lesespaß finden werden. Ich habe es zumindest total verschlungen!

In deutscher Sprache gibt es das Buch zum Beispiel vom  OF Kinderbuch Verlag und es eignet sich als Lektüre für Kinder im Alter von 8 - 10 Jahren.

verschlungen!

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