Samstag, 3. Dezember 2016

Der Ruf der Wildnis


Vielleicht gibt es da draußen ja jemanden mit einer Leseblockade? Jaaa..? Dann hab ich das passende Buch gegen Lesefrust. Ich weiß gar nicht mehr wie oft ich dieses Buch gelesen habe, ich tippe auf 6 Mal. Es ist ein Buch, das man nicht mehr aus der Hand gibt, wenn man einmal begonnen hat es zu lesen. Knappe 120 Seiten sind schnell gelesen und für Vielleser ein kl. Happen zwischendurch :) Es ist im Vergleich zu den anderen Büchern von London noch nicht so ausgeklügelt geschrieben, einfache Sätze und Wörter schmücken die Seiten dieser Lektüre. Trotzdem ist die Geschichte sehr fesselnd und unterhaltend erzählt, das muss wohl so sein, sonst hätte ich das Buch bestimmt nicht so viele Male gelesen !

Wer noch nichts von Jack London gelesen hat, sollte dies schnell nachholen. Er gehört zu meinen Lieblingsautoren. In diesem Buch geht es um die abenteuerliche Geschichte des Schlittenhundes Buck, der vom warmen Kalifornien nach Alaska kommt und so manches über sich ergehen lassen muss. Hintergrund der Geschichte ist ein Amerika der Goldrauschzeit, die ja fast das ganze 18. Jahrhundert über andauerte und Jack London genügend Stoff für seine Romane lieferte. Buck ist zu Beginn ein verwöhnter Welpe, der in einem großen Haus im Süden lebt. Sein Herrchen verfällt der Spielsucht und Buck wird gestohlen. Dann ändert sich das Leben für ihn plötzlich und er macht Bekanntschaft mit grausamen Menschen, die ihn schlagen, ihm nichts zu Fressen geben und seinen Willen brechen. Durch Umwege gelangt er nach Alaska und wird als Schlittenhund eingespannt. Für dieses Leben ist er aber so gar nicht tauglich, er hat zu wenig Muskeln, seine Kondition reicht nicht aus um mit den anderen mithalten zu können und zum Fressen bekommt er auch nicht genung. Bald lernt er, dass in Alaska das Prinzip der Wildnis herrscht, wer überleben will, muss sich anpassen und kämpfen. Er nimmt den Kampf auf und allmählich erwachen in ihm die Geister seiner Ahnen und er wird immer mehr zum Wolf.

Packend und intensiv erzählt Jack London seine kleine Geschichte ohne sich in Details zu verlieren. Seine Schreibweise ist knapp und präzise, er sagt nur, was gesagt werden muss. Sehr realistisch schildert er das Leben in Alaska aus der Perspektive eines Schlittenhundes. Dabei geht es ihm vor allem um die Rückbesinnung zu den Wurzeln und um die Freiheit der Tiere. Auch wenn der Roman kurz und ohne viel Spannung ist, hallt die Geschichte noch lange nach und durch die schonungslose Ehrlichkeit in der Erzählweise prägt sich dem Leser Buck und sein Lebenswille sehr ein.

Ein superschönes Abenteurbuch, das Sehnsucht nach unberührter Wildnis und absoluter Freiheit weckt!

Kommentare:

  1. Ich mochte Call of the Wild auch unheimlich gerne. Schöner, kurzweiliger Abenteuerroman - und passt perfekt zur kalten Jahreszeit :D

    LG Britta

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  2. oooooh noch ein jack London Fan <3 gerade gibts ja eine Neuübersetzung seiner Krimis, ich hab schon überlegt mir eins zu bestellen! Ich liebe Jack London! :) lg zurück

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