Samstag, 19. März 2016

Der geheime Garten

einer der Gärten ist abgesperrt, seit Jahren hat ihn niemand mehr betreten...

Langsam kommt der Frühling allmählich. Letzte Woche war noch alles grau in grau und auch das Wochenende fiel ins Wasser. Aber die Spatzen auf den Dächern und andere Vögel zwitschern schon das Frühlingslied. Die Natur erwacht aus ihrem Winterschlaf. Welches Buch passt da besser als Frances Hodgson Burnett's Buch "Der geheime Garten"? Genau erinnern kann ich mich nicht mehr, wie alt ich wirklich war, als ich es das erste Mal las, aber seitdem habe ich es noch sehr viele Male gelesen. Auch wenn das Buch 1911 erstmalig veröffentlicht wurde und als Klassiker zu betrachten ist, liest sich das Buch sehr einfach und ein motivierter Leser schafft es an zwei Tagen das Buch auszulesen. Ich empfehle es auch in der Originalsprache zu lesen, weil es einfach viel stimmungsvoller ist und in der deutschen Übersetzung die Sätze, die im schottischen Dialekt geschrieben sind, total fehlen.

Schon als Kind durfte ich in Omas Garten mithelfen und mochte diese Gartenarbeit sehr. Ich kannte schon mit wenigen Lebensjahren die meisten Pflanzen und Blumen, wusste über Samen, Keimzeit und Eisheilige bescheid und so verwundert es nicht, dass ich auch als Erwachsene immer Wohnungen gesucht habe, die es erlauben ein kl. Beet zu pflanzen. Zu Frances Hodgon Burnett's Buch habe ich demnach einen persönlichen Bezug, außerdem ist es auch ein Lieblingsbuch und in meiner Topliste zu finden.

Inhalt:

Die kleine Mary Lennox muss Indien nachdem ihre beiden Eltern sterben verlassen. Sie kommt nach Misselthwaite Manor zu ihrem Onkel und Vormund Mr Archibald Craven. Das kalte Wetter ist das Mädchen überhaupt nicht gewohnt und außerdem ist sie sehr verwöhnt. In Indien hatte schon keiner wirklich Zeit und Interesse für sie. Lediglich ihre Diener lagen dem kleinen Mädchen zu Füßen und erfüllten ihr jeden Wunsch.  Marys Mutter trieb sich lieber auf Cocktailparties rum. Ihr Onkel verhält sich ähnlich. Er ist selten zu Hause, zeigt keinerlei Interesse für sie, sorgt aber dafür, dass sie alles hat, was sie benötigt. Martha, das Hausmädchen, soll sich um Mary kümmern. Nach einigen Anfangsschwierigkeiten freundet sich Mary mit ihrer neuen Nanny an, aber auch die hat nicht immer Zeit für sie. Auf der Suche nach Spielsachen durchforstet Mary die vielen Zimmer und spielt meistens alleine. Kurz bevor der Frühling ins schottische Moor zieht, entdeckt sie einen abgesperrten Garten. Als Mary den Schlüssel findet, erkennt sie, dass der Garten sehr verwildert ist und jahrelang von niemandem betreten wurde.

Lange Zeit behält sie das Geheimnis für sich aber als sie eines Tages seltsame Schreie aus einem der vielen Zimmer hört, glaub sie zuerst, dass es in dem großen Haus spukt. Hier hat das Buch, wie es für das Viktorianische Zeitalter üblich war, einige gothic novel Elemente.  Nacht für Nacht wiederholen sich die Schreie und Mary macht sich auf um diesen auf den Grund zu gehen.  Schließlich findet sie ihren Cousin Colin, den Sohn Mr. Cravens. Dieser ist genauso verwöhnt wie Mary und sie werden Freunde. Mary erfährt, dass Colin schon seit Ewigkeiten sein Zimmer nicht verlassen hat und sie überredet die Diener ihn mit ihr rauszubringen. Die beiden Kinder lernen Dickon, Marthas Bruder, kennen und Mary weiht sie in ihr Geheimnis ein und führt sie zum geheimen Garten.

Die drei Freunde beschließen den Garten zum Blühen zu bringen.


Meine Meinung:

Mary verbrachte sehr viel Zeit alleine und war ein echt verbittertes, verwöhntes und trotziges Kind, welches sich im Verlaufe der Geschichte bessert. Vom unsymphatischen und ungeliebten Mädchen wandelt sie sich in eine liebevolle Spielgefährtin für Colin und Dickon. Auch die Diener bemerken ihren Wandel.  Für den Leser ist es einfach schön, diesen Wandel mitzuerleben und Mary und ihre Freunde beim Wechsel der Jahreszeiten im schottischen Moor zu begleiten. Die Geschichte wird in einer sehr schönen Sprache und außerordentlich einfühlsam erzählt. Der Leser efährt, was in den einzelnen Charakteren vorgeht. Ich verstehe gut, warum es über Jahre gern gelesen wurde und nach wie vor gelesen wird. Meine Ausgabe enthält einige Zeichnungen von der Illustratorin Tasha Tudor, außerdem Rezepte und eine Anleitung zum Blumen pressen.  Ich kann das Buch nur empfehlen und verweise auf das englische Original. Wenn man nur irgendwie der Englischen Sprache mächtig ist, sollte man es auf Englisch lesen.

★★★★verschlungen!

Kommentare:

  1. Oh, ich liebe "Der Geheime Garten" - allerdings kenne ich die Geschichte bisher nur aus der Filmversion. Die Geschichte einmal zu lesen, habe ich mir aber fest vorgenommen!

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    1. Bücher sind bekanntlich fast immer besser als die Filme! Das Buch ist wirklich gut :)

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