Samstag, 19. Dezember 2015

Der Weihnachtshund

Vor nicht allzu langer Zeit hab ich über Bookcrossing berichtet, wer sich nicht mehr erinnern kann, den Link dazu gibt es hier. Das erste Buch, das mich in die Welt des Bookcrossing eingeführt hat, ist Daniel Glattauer's Buch Der Weihnachtshund. Es lag sooooo...ooo lange auf meinem SUB, jetzt ist es ausgelesen und kann somit wieder frei gelassen werden. Die letzten Tage über war ich sehr fleißig und hab bis auf ein Buch, alles vom SUB ausgelesen. Das neue Jahr kann also kommen. Und dieses eine Buch schaff ich noch vor der Jahreswende.

Zurück zu Daniel Glattauer's Buch Der Weihnachtshund. Der Schriftsteller ist mit seinem Buch Gut gegen Nordwind sehr bekannt geworden, ich kann mich noch sehr gut erinnern, dass ich als Technikerin eine Lesung dazu betreut habe. Gelesen haben damals Peter Simonischek & Brigitte Karner. Beide sind in Österreich recht bekannte Schauspieler. Gut gegen Nordwind hat mir eigentlich nicht so schlecht gefallen, im Gegensatz zu diesem Buch.

Handlung:

Max hasst Weihnachten, von ihm aus, könnte man den ganzen Dezember einfach aus dem Jahr entfernen. Er will daher vor Weihnachten flüchten und auf die Maledieven fliegen. Das Ticket ist schon gebucht. Dabei ist ihm Kurt, sein Hund, im Weg. Kurt war leider eine Fehlinvestition. Er schläft meistens. Und wenn er sich bewegt, dann höchstens irrtümlich. 

Protagonistin Nummer zwei Katrin wird demnächst 30 und leidet unter Eltern, die darunter leiden, dass sie noch keinen Mann fürs Leben gefunden hat. Mit Weihnachten kommt der Höhepunkt des familiären Leidens auf sie zu. Da tritt plötzlich Kurt in Erscheinung, Katrin mag zwar keine Hunde, aber Kurt bringt sie auf eine Idee. 

Meine Meinung:

Dieses Buch trifft absolut nicht meinen Geschmack! Genauer gesagt habe ich noch nie ein so seichtes Buch wie dieses gelesen. Die Erzählweise nervt total. Jeder von uns hat bestimmt schon einmal einen Menschen in seinem Leben getroffen, der einen Witz nach dem anderen erzählt, obwohl diese gar nicht lustig sind. Das trifft bei diesem Buch leider auch zu. Es ist richtig anstrengend zu lesen, weil so krampfhaft versucht wird für den Leser witzig zu sein, dass man nach 50 Seiten schon völlig genervt ist.  Keine einzige Figur ist interessant, dafür werden alle möglichen Klichees in die Handlung aufgenommen, sodass man das Gefühl hat, man schaue einen hohlen Film. Alles ist vorhersehbar und hat schon irgendwo anders einmal stattgefunden. Leider wiederholt sich der Autor auch ziemlich oft und sprachlich kann es auch nicht überzeugen:

Auszug - Seite 156 / Kapitel 18. Dezember:

Der Morgen war dunkelgrau. Der Vormittag war mittelgrau. Der Mittag war hellgrau. Der Nachmittag war mittelgrau. Der Abend war dunkelgrau. Die Nächte davor und danach waren schwarz.

So oder so ähnliche Sätze schmücken leider sehr viele Seiten in diesem Buch. 

Fazit:

Daniel Glattauers Buch gehört definitiv zur schlechteren Trivialliteratur, es gibt keine Spannung, alles ist vorhersehbar, schlechter Ausdruck und  platte Figuren . Aber vielleicht freut sich wer anderer darüber, das Buch wurde heute von mir wieder freigelassen und befindet sich in der Nähe des Grazer Stadtparks. 



>>Bäume lieben bookcrossing <<

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