Samstag, 23. Mai 2015

Korvapuusti

Es ist mal wieder Wochenende, das Wetter ist schlecht, richtig kalt! Die Bilder von einem verschneiten Tirol heute Morgen machten das Aufstehen  nicht leicht! Auf Ausgehen hab ich heute auch wirklich keine Lust...brrr. Normalerweise liebe ich den Winter, aber im Mai könnte es schon langsam Frühling werden, da hab auch ich nichts dagegen einzuwenden...

Seit gestern lese ich Die toten Seelen von Gogol, eigentlich wollte ich ja vor dem Urlaub nicht anfangen, aber ich konnte einfach nicht widerstehen ;) Blöderweise dauerts noch fast einen Monat bis ich in Island bin, das Fernweh ist schon wieder ganz schlimm. Skandinavien hat es mir ziemlich angetan, ich liebe ja Finnland ganz viel und bin regelmäßig im Land der tausend Seen unterwegs, früher mindestens zweimal im Jahr, seitdem ich studiere geht sich das preislich ja leider nicht mehr aus. Aber heute holen wir Finnland einfach nach Graz ;) Ich backe heute Korvapuusti, eine finnische Spezialität, die das ganze Jahr über verspeist wird. Letztes Jahr hab ich zum ersten Mal probiert diese kleine Leckerei selber zu machen und bin auch gleich süchtig geworden. Korvapuusti übersetzt bedeutet Ohrfeigen, aber in Wirklichkeit handelt es sich um Zimtschnecken. Wahrscheinlich sind sie eher aus dem Nachbarland Schweden bekannt, weil man sie auch beim Ikea in der Tiefkühltruhe findet, allerdings heißen sie in Schweden Kanelbullar.

Selbstgemacht schmecken Zimtschnecken aber am besten!
Der Teig ist schnell gemacht:

Zutaten:

500 ml Milch
1 Ei
200 g Zucker
1 Esslöffel  Zimt
1 Teelöffel Salz
2 Packungen Trockenhefe
200 g Margarine
1 kg Mehl
1 EL Kardamom
1 Tasse zerlassene Butter
1 Tasse Zimt und Zucker gemischt
1 Eigelb

Milch, Eier, Zucker, Zimt, Salz, Mehl und Hefe werden vermischt. Der typisch finnische Geschmack der Korvapuusti entsteht durch die Zugabe von einem Esslöffel Kardamom. Viele mögen den Kardamom nicht, das muss halt jede/r für sich herausfinden, ob man ihn dazu gibt oder nicht.

Der Teig wird gut durchgeknetet und dann für eine Weile stehen gelassen, bis sich das Volumen etwa verdoppelt hat. Mit einem Nudelholz wird der Teig flach ausgerollt und mit einer Mischung aus Zimt, Zucker und warmer Butter dick bestrichen und danach zusammengerollt. Von der Teigrolle werden dann drei bis vier Zentimeter dicke Scheiben abgeschnitten und auf dem Blech von oben eingedrückt, so dass sie aussehen wie ein Ohr. (Bild) Die Ohren werden mit Eigelb bestrichen und mit Hagelzucker bestreut. Danach werden sie bei 200 °C 10 bis 15 Minuten goldbraun im Ofen gebacken. Und wenn der süße Zimt-Kardamom-Geruch durch die Küche zieht, riechts einfach magisch nach Finnland !

Ich hab heute leider vergessen den Hagelzucker zu besorgen, deshalb mussten meine ohne dem auskommen. Ganz lecker sind sie aber trotzdem geworden.


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