Mittwoch, 20. Mai 2015

Ismael

Originaltitel, 256 Seiten
Heute möchte Ich Euch auf eine philosophische Reise einladen und gleichzeitig eines der besten Bücher vorstellen, das ich bis dato gelesen habe! Meiner Meinung nach wird diesem Buch generell zu wenig Aufmerksamkeit geschenkt. 

Daniel Quinn, ein ehemaliger Trappistenmönch, hat 15 Jahre an dem Roman Ismael gearbeitet und wurde dafür mit vielen Preisen ausgezeichnet. Es sollte wirklich in jedem Bücherregal stehen!


Klappentext:


Ein Lehrer und sein Schüler streiten über den Zustand der Welt. Wie konnte der Mensch das Paradies in eine Hölle verwandeln? Ismael, der Lehrer, weiß eine überraschend andere Geschichte der Evolution zu erzählen. Sie reicht zurück bis an jenen biblischen Tag, da sich der Mensch in mörderischem Bruderstreit zur Krone der Schöpfung machte. - Übrigens, Ismael ist ein Gorilla.

Inhalt:


Der Roman handelt von einem Schriftsteller, der von der 68er-Bewegung enttäuscht wurde und seit Kindestagen auf der Suche nach einem geheimen Wissen, bzw nach einer Antwort ist , wie man die Welt retten könnte. Eines Tages findet er eine Anzeige in der Zeitung: "Lehrer sucht Schüler mit ernsthaftem Verlangen, die Welt zu retten. Persönliche Bewerbung erwünscht."

Zunächst schmeißt er die Zeitung vor lauter Wut in den Papierkorb, weil er 15 Jahre nach 1968 noch immer über die Illusionen der damaligen Generation und ihre Träger enttäuscht ist, darüber, wie wenig sie erreicht haben. Er vermutet, dass hinter dieser Anzeige  nur irgendein Guru, wenn nicht sogar ein Möchtegern-Weltverbesserer steckt, der sich an einer armen, naiven Seele bereichern will. Obwohl seine eigenen Enttäuschungen sehr groß sind, überwiegt dennoch die Neugier und er entschließt sich hinzugehen.


Doch statt des erhofften Gurus entdeckt er in der großen, leerstehenden Wohnung einen riesigen Gorilla. Ismael. Dieser Gorilla hat ein erstaunliches Leben hinter sich, und was er zu erzählen weiß, zieht den skeptischen Schüler völlig in seinen Bann. Die beiden geraten in ein philosophisches Gespräch über den Zustand der Welt.



Fazit:

Wie skurril es auch klingt, zu Beginn ist es wichtig, dass man sich als Leser nicht von der Absurdität eines sprechenden Gorillas abbringen lassen sollte das Buch zu lesen.  Die Geschichte überzeugt und vermittelt viele interessante Erkenntnisse, auf die man selbst vermutlich nicht gekommen wäre. Viel Handlung gibt es nicht, es spielt sich alles auf einer geistigen Ebene ab, die Sprache ist bildhaft und die Erzählung lebt von Metaphern. Es ermöglicht neue Queerdenker-Weisen und beantwortet die ein oder andere Frage, warum die Welt so ist, wie sie ist! 

★★★★


erschienen 1991 im
Goldmann Verlag 

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